Autor: Admin

Hauptstadtkongress im Zeichen der Digitalisierung

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. In diesem Jahr stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Digitalisierung und unter dem Motto: „Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten des digitalen Wandels“. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wies in seiner Eröffnungsrede Kritik an den Plänen für die elektronische Patientenakte zurück. Die Hoheit über die Patientenakte liege beim Patienten, der bestimme den Arzt, der dann Zugriff auf die Daten habe. Im ersten Schritt könne der Patient aber noch nicht festgelegen, welche Inhalte zur Ansicht freigegeben sind. Das sei jedoch das Ziel, stellte Spahn klar.Der Gesundheitsminister verteidigte das Tempo, mit dem er Veränderungen vorantreibe und erklärte die Notwendigkeit an mehreren Beispielen, unter anderem an der Situation der Heilmittelerbringer. Eine flächendeckende Versorgung funktioniere nur wenn Versorgung auch Freude mache. Das Gegenteil ist bei den Heilmittelerbringern der Fall, dort hat sich viel Frust angestaut. „Wenn wir das erkennen, nutzen wir auch ein laufendes Gesetzgebungsverfahren, um es zu ändern und die Rahmenbedingungen zu verbessern“, …

Der 17. Mai ist Sebastian-Kneipp-Tag

Wer das Gießen versteht, ist ein Künstler in der Heilkunde“ – über Sebastian Kneipp und die Hydrotherapie In Zeiten, in denen alles immer schneller voranschreitet und die Welt immer technisierter wird, besinnen sich mehr und mehr Menschen, wenn es um ihre Gesundheit geht, auf traditionelle Anwendungen. Eines der bekanntesten naturheilkundlichen Verfahren bis heute ist wohl die Kneipp-Therapie. Benannt wurde diese nach dem bayerischen Priester Sebastian Kneipp, der am 17. Mai 1821 geboren wurde. Auf der Suche nach einer Behandlungsmethode für seine eigene Tuberkulose stieß Sebastian Kneipp 1849 auf ein Buch des Johann Siegmund Hahn über die Heilkraft kalten Wassers. Die dort aufgeführten Ergebnisse beeindruckten den kranken Kneipp und machten ihm gleichzeitig Hoffnung, sodass er sich dazu entschloss, die Hydrotherapie an sich selbst durchzuführen. Schon nach einem Bad in der eiskalten Donau und einem anschließenden Sprint fühlte er sich deutlich besser. In den folgenden Tagen wiederholte Sebastian Kneipp diese Prozedur und ergänzte sie um Güsse und Halbbäder, woraufhin sich sein Gesundheitszustand stätig verbesserte – bis hin zur vollständigen Genesung. In den anschließenden Jahren vertiefte Kneipp seine …

Workshop zur Zukunft der Heilmittelberufe

Wie geht es weiter mit den Therapeutenberufen? Wie können die Berufe attraktiver gestaltet werden, welche Änderungen erfordern die Aus- und Weiterbildung und an welchen Stellschrauben muss bezüglich der Vergütungs- und Einkommenssituation noch gedreht werden? Zur Diskussion dieser Themen hatte Dr. Roy Kühne Vertreter der Verbände, der Krankenkassen, dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen und weiteren Ansprechpartnern im Rahmen eines World-Café-Workshops nach Berlin eingeladen- ein innovatives Gesprächsmodell, bei dem es nicht um Verbandsinteressen, sondern um eine umfassende Ideensammlung ging. Moderiert hatte die Veranstaltung Jan Hortig und weitere Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Roy Kühne. Für den VDB-Physiotherapieverband nahm der Bundesvorsitzende Marcus Troidl und sein Stellvertreter Wolfgang Oster teil. Wir hoffen, dass die Denkmodelle nicht in den Schubladen der Beteiligten verschwinden. (dad)

Interdisziplinäres Netzwerktreffen

Hiermit laden wir alle interessierten Heilmittelerbringer zum 1. Interdisziplinären Netzwerktreffen in Mecklenburg-Vorpommern ein. Themen: Aktueller Stand TSVG; welche Änderungen kommen auf die Heilmittelerbringer zu Aktueller Umsetzungsstand und weitere Vorgehensweise zu den geplanten Änderungen Podiumsdiskussion Brainstorming wichtiger Punkte, die bei der Umsetzung beachtet werden müssen Wann: Freitag 24.05.2019 Beginn: 17:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr oder länger Veranstaltungsort: Forsthausbrauerei Trotzenburg Rostock www.brauerei-trotzenburg.de Tiergartenallee 6 · 18059 Rostock Bitte melden Sie sich per Mail oder Fax bis zum 20.05.2018 für die Veranstaltung an. Sarah Strahl Rene Portwich sarah.strahl21@gmail.com info@vdb-mvp.de 0176/31189268 0179/7871267 Sarah Strahl & Rene PortwichLOGO-Deutschland und VDB-Physiotherapieverband Foto: iStock.com_photo-concepts

Update Fußchirurgie

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am St.-Rochus-Hospital in Castrop-Rauxel lädt interessierte Physiotherapeuten zu einer Fortbildungsveranstaltung „Update Fußchirurgie“ ein. Die Ärzte des Zentrums für Fuß- und Sprunggelenkschirurgie berichten in 20-minütigen Vorträgen über aktuelle Aspekte der Fußchirurgie. Es besteht ausreichend Zeit für Diskussionen. Referenten: Dr. Uwe Klapper – Arthrose des OSG – Arthrodese oder Endoprothese? Dr. Kerstin Wittor – Minimalinvasive Fußchirurgie was ist möglich? Dr. Anissa Lazam – Stadiengerechte Therapie des Knick-Plattfußes bei Erwachsenen Christoph Kemke – Nachbehandlung nach Operationen am Fuß Die Veranstaltung findet statt am: 10.07.2019 von 17:00 bis 19:00 Uhr im Konferenzraum am St.-Rochus-Hospital in Castrop-Rauxel. Kontakt: Katholische St. Lukas Gesellschaft mbH Wilhelm-Schmidt-Straße 4 44263 Dortmund Tel.: +49 231 4342-3768 Internet: www.lukas-gesellschaft.de Foto: iStock.com/luckyracoon

Das TSVG ist rechtsgültig

Lange erwartet-nun ist es endlich rechtsgültig. Am 6. Mai hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) unterzeichnet. Am 10. Mai wurde es im Bundesanzeiger verkündet. Am Tag nach der Veröffentlichung trat es in Kraft. Ziel des Gesetzes ist es, Patienten schneller zu Arztterminen zu verhelfen. Geschehen soll dies durch den Ausbau von Terminservicestellen, die als zentrale Anlaufstellen 24 Stunden am Tag, an sieben Tagen der Woche erreichbar sind. Zusätzlich wird auch das Mindestsprechstundenangebot der Vertragsärzte erhöht. In unterversorgten Gebieten müssen Kassenärztliche Vereinigungen in Zukunft eigene Praxen eröffnen oder Versorgungsalternativen anbieten. Doch auch für Heilmittelerbringer hält das Gesetz einige Neuerungen bereit. Ab dem ersten Juli gelten unabhängig von den vereinbarten Vertragslaufzeiten bundesweit einheitliche Preise für alle Kassenarten. Für jede Leistungsposition wird der Preis auf den höchsten vereinbarten Kassensatz angehoben, auch wenn dieser erst zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft getreten wäre. Diese Preise gelten bis 30.06.2020. Die Preisverhandlungen werden zukünftig für den jeweiligen Heilmittelbereich zentral mit dem GKV-Spitzenverband geführt, in den Verhandlungen soll dabei auch auf die wirtschaftliche Situation der Heilmittelerbringer eingegangen werden. Die …

Workshops für Therapeuten

REHAB 2019 bietet Intensiv-Workshops für Therapeuten, Fachhändler und beruflich Pflegende zur Rollstuhl- und Hilfsmittelversorgung Karlsruhe. Wer infolge eines Unfalls oder einer Krankheit auf Hilfsmittel angewiesen ist, muss die für ihn nötigen Hilfsmittel beantragen. Dabei durchläuft er verschiedene Stufen, die von der Bedarfsfeststellung bis zur Einweisung in den Gebrauch des Hilfsmittels reichen. Dass dieser Prozess komplex und auch nicht unproblematisch ist, macht ein Interview mit Thomas Hildenbrand, Geschäftsführer des Reha-Netzwerks ROLLETS deutlich. Auf der REHAB – Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion, die vom 16. bis 18. Mai in der Messe Karlsruhe stattfindet, bietet der Experte Intensiv-Workshops zum Thema an. Die Seminare befassen sich zum Beispiel mit dem Versorgungsprozess von Hilfsmitteln sowie Argumentationen gegenüber Kostenträgern anhand konkreter Beispiele in der Mobilität. Außerdem werden rückenentlastende Transfertechniken oder die gerätegestützte Stehtherapie anhand individueller Hilfsmittel thematisiert. Herr Hildenbrand, wie läuft der Prozess der Hilfsmittelversorgung in der Regel ab? Gehen wir einmal von einer Person aus, die infolge eines Schlaganfalls oder durch eine Querschnittlähmung auf den Rollstuhl angewiesen ist. Sie wird bereits oft übereilt im Krankenhaus mit einem Rollstuhl …

Brandbriefe ausgewertet

An der Aktion „Therapeuten am Limit“ beteiligten sich im letzten Jahr über 1000 Heilmittelerbringer und schrieben Brandbriefe an Heiko Schneider. 629 wurden nun durch Prof. Dr. Heidi Höppner und Dr. Eva-Maria Beck sowie einem Team aus Studierenden qualitativ ausgewertet. Als Physiotherapeut Heiko Schneider im vergangenen Frühjahr seine Bewegung „Therapeuten am Limit“ startete, einen Brandbrief über die unhaltbaren Missstände im Heilmittelerbringerbereich schrieb und seine Kollegen dazu aufrief, es ihm gleichzutun, war er sich sicherlich nicht bewusst, dass er damit zum einen eine der medienwirksamsten Aktionen der letzten Jahre im Gesundheitssektor starten würde – und dass seinem Aufruf zum anderen an die 1000 Therapeutinnen und Therapeuten folgen würden. Am 28. Mai des vergangenen Jahres machte sich Heiko Schneider auf, seinen Brandbrief – und die der über 1000 Therapeutenkollegen – mit dem Fahrrad von Frankfurt am Main nach Berlin zum Bundesgesundheitsministerium zu bringen. Eine Woche dauerte die Tour und wurde zu einer aufsehenerregenden Aktion. Nicht nur, weil ihn zahlreiche Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Sprachtherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister sowie Podologen bei der Übergabe vor Ort unterstützten, sondern auch …

Was ist mit der Rente?

Die Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung sieht eine gründerfreundlich ausgestaltete Altersvorsorgepflicht für alle Selbständigen vor. Passiert ist bis jetzt nichts. Auch selbständigen Physiotherapeuten droht die Altersarmut. „Um den sozialen Schutz von Selbständigen zu verbessern, wollen wir eine gründerfreundlich ausgestaltete Altersvorsorgepflicht für alle Selbständigen einführen, die nicht bereits anderweitig obligatorisch (z. B. in berufsständischen Versorgungswerken) abgesichert sind.“ So steht es im Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Was sich wie ein Segen anhört, ist noch substanzlos. Denn: Passiert ist bis jetzt nichts. „Konkrete Umsetzungspläne – die über den Wortlaut des Koalitionsvertrages hinausgehen – liegen der Deutschen Rentenversicherung Bund bislang nicht vor“, ergibt eine Anfrage unserer Redaktion. Lediglich der Hinweis, dass Bundesarbeitsminister Hubertus Heil in einem Interview mit der Rheinischen Post ankündigte, Ende des Jahres einen Gesetzentwurf zur Einbeziehung der Selbständigen in das System der Alterssicherung vorzulegen, lässt hoffen. Dass die Altersabsicherung sich auch zum Problem selbständiger Physiotherapeuten entwickelt, geht auf eine zu geringe Vergütungsleistungen physiotherapeutischer Leistungen seitens der gesetzlichen Krankenkassen zurück. Der Koalitionsvertrag sieht nun vor, alle Selbständigen in ein System der Alterssicherung einzubeziehen. Heil sagt im Interview mit der Rheinischen Post: „Das …

Ausbildungsreform überfällig

Mariele Sibum-Berentelg lud die stellvertretende Fraktionschefin der CDU Bundestagsfraktion – Gitta Connemann – zu einem informellen Gespräch in das Harener Gesundheitszentrum ein. Weitere Teilnehmer der Gesprächsrunde waren Maria Tieben und Maria Bauken aus dem Stadtrat Haren, Holger Cosse von der CDU Emsland, Friedhelm Freiherr von Lansberg-Velen vom CDU Kreisverband Meppen, Edgar Lerch vom VDB-Physiotherapieverband, Michael Faßbender, Vertriebsleiter Proxomed sowie die Physiotherapeuten Mareike Sundag und Martin Gersema. Thema des Treffens war eine Ausbildungsreform für die Heil- und Hilfsberufe. Wie Gitta Connemann betonte, sei es eine Zumutung, dass die Ausbildung für die Heil- und Hilfsberufe derzeit privat finanziert werden muss. Es sei die Pflicht der Länder, dies so schnell wie möglich zu ändern – und auch über eine dualen Ausbildungsgang mit bedarfsgerechter akademischer Qualifikation nachzudenken. Eine entsprechende Vorlage hat der VDB-Physiotherapieverband der Politik bereits längs präsentiert, wie der Landesvorstand Edgar Lerch zu ergänzen wusste. Nun wird es Zeit, die Reformen voranzutreiben. (thi)