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Großes Verbändetreffen der Therapeuten in Berlin

Am 12. März 2019 haben sich die 15 maßgeblichen Verbände der Heilmittelbranche in Berlin getroffen, um die Weichen für die Zukunft der Heilmittelberufe auf der Basis des Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zu stellen. Alle diese Verbände haben bisher mit dem GKV-Spitzenverband die Rahmenempfehlungen für ihren jeweiligen Heilmittelbereich verhandelt und bleiben damit auch für die Zukunft der Vertragspartner für alle anstehenden Vereinbarungen – so sieht es das TSVG vor. Heute Vormittag hat nun der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages die Beratungen zum TSVG abgeschlossen. Dies ist Voraussetzung dafür, dass der Deutsche Bundestag morgen, am 14. März 2019, das Gesetz in 2. und 3. Lesung beschließen kann. In der 16. KW erfolgt die Beratung im Bundesrat. Das Gesetz wird dann zum 01. Mai 2019 in Kraft treten. Konkret geht es im TSVG um höhere Vergütungen, weniger Bürokratie und mehr therapeutische Spielräume, vor allem aber auch um eine Professionalisierung des Berufsstandes und mehr Autonomie gegenüber den Krankenkassen und den anderen Gesundheitsberufen. Aufgabe ist es nun, die breiten Möglichkeiten, die das neue Gesetz allen Berufsgruppen bringt, bestmöglich zu nutzen. Deshalb haben alle …

Doch keine Schulgeldfreiheit für Therapeuten in Bayern?

Das Kultusministerium plant eine Übernahme der Schulgeldkosten von lediglich 51 Prozent. Vor der Wahl hatte die Regierungskoalition eine komplette Finanzierung aus Haushaltsmitteln versprochen. Eigentlich sollte das Schulgeld für Therapieberufe in Bayern abgeschafft werden. So kommunizierte es die bayerische Staatsregierung noch im September an die Presse. Die Landesregierung verankerte schließlich die Schulgeldfreiheit in den Koalitionsvertrag. Nun -in der konkreten Planungsphase- rückt das Kultusministerium von der vollständigen Kostenübernahme ab. Plötzlich ist nur noch von rund 152 Euro im Monat pro Schüler in Form eines sogenannten Gesundheitsbonus die Rede. Bei den Masseuren sieht es mit rund 145 Euro noch schlechter aus. Eine Summe, die längst nicht ausreicht, wie aus Kreisen der privaten Schulträger zu erfahren ist. Gerade die Hälfte der Kosten sind damit gedeckt. Rund 300 Euro im Monat sei das Mittel der privaten Berufsfachschulen in Bayern. Damit ist die Finanzierung der privaten Berufsfachschulen für Therapieberufe nur zu ca. 51 Prozent erfüllt. Nicht nur die Vertreter der Schulen zeigen sich verwundert über die plötzliche Kehrtwende des Kultusministeriums, auch der VDB-Physiotherapieverband schlägt Alarm. „Wenn die Politik an der geplanten …

Schulsanitätsdienst: Ein guter Einstieg in einen Beruf als Physiotherapeut oder Masseur

Bereits zum fünften Mal führte das Bayerische Rote Kreuz -Jugendrotkreuz Kreisverband Regensburg – einen Aktionstag für Schulsanitäter durch. Franz Mathe, Leiter der Jugendarbeit, leistete hier eine hervorragende Vorbereitung. Die Schulsanitäter erhielten eine Weiterbildung in den Themenbereichen: Reanimation, Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, Hygiene und Sportverletzungen. Der Bundesvorsitzende des VDB-Physiotherapieverbandes Marcus Troidl, übernahm sehr gerne- wie bereits mehrfach- die Fortbildung im Bereich der Sportverletzungen. Er betonte, dass die ehrenamtliche Tätigkeit im Schulsanitätsdienst ein guter Einstieg in einen Beruf als Physiotherapeut oder Masseur sein kann.

Demonstration für Schulgeldfreiheit am 18.02.2019 in Mainz

Die Schülerschaft des Berufsförderungswerkes Mainz veranstaltet am 18.02.2019 eine Demonstration zur längst überfälligen Schulgeldfreiheit für alle therapeutischen Gesundheitsberufe in Rheinland-Pfalz. Los geht es um 13:30 Uhr am Vorplatz Hauptbahnhof . Die Route führt vorbei an den Ministerien, durch die Innenstadt bis zum Gutenbergplatz. Dort findet vor dem Theater um ca. 14:30 Uhr eine Kundgebung statt. Gründe für eine Demonstration gibt es etliche: Zwar befinden sich immer mehr Physiotherapieschulen in Rhein-Land-Pfalz in der Trägerschaft eines Krankenhauses und bieten nun  eine schulgeldfreie Ausbildung an, das Berufsförderungswerk Mainz jedoch kann als Einrichtung der beruflichen Reha nicht auf eine Finanzierung durch das Krankenhausfinanzierungsgesetz zurückgreifen. Das Berufsförderungswerk Mainz ist eine inklusive Schule  für Berufe des Gesundheitswesens, an der Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen. Von knapp 210 Physiotherapieschülerinnen und -schülern finanzieren sich derzeit 65 selbst. Sollten sie keine Landesfinanzierung erhalten, fallen sie demnächst weg. Und das in einem Beruf, der unter einem extremen Fachkräftemangel leidet. Die Schülerschaft des Berufsförderungswerkes Mainz ist weiterhin der Meinung, dass es eine Schulgeldfreiheit für alle Ausbildungsberufe im Gesundheitswesen geben muss, auch für Masseure und …

Zukunftstag Massage der Interessengemeinschaft Bayerischer Massageschulen

Am Mittwoch fand am Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Nürnberg (bbs) die bisher größte Fortbildungsveranstaltung für bayerische Massageschüler zum Thema Klassische Massagetherapie statt. Das Motto des Tages war: „Quo vadis ?  – MASSAGE HAT ZUKUNFT“ Den rund 300 Teilnehmern aus sieben Massageschulen wurde ein spannendes Programm zum Thema Massage geboten. Nachdem Markus Pschick, Geschäftsführer der privaten Massageschule Inntal e. V. in Rosenheim, Patrick Temmesfeld und Otto Tichy alle Schüler und Lehrer begrüßt hatten, informierte Marcus Troidl, der Bundesvorsitzende des VDB über Schulgeldfreiheit, Ausbildungsvergütung und die große Bedeutung von therapeutischer Massage im Alltag der physikalischen Therapie. Er verwies darauf, dass es über 4000 Massagepraxen gibt, und der VDB ein neues Ausbildungskonzept für Masseure /med. Bademeister und Physiotherapeuten entwickelt und den zuständigen Politikern in Berlin übergeben hat. Eine Berufsreform wird seiner Meinung nach erst in 2-3 Jahren umgesetzt. Er stellt fest “Massage ist und bleibt ein wesentliches Therapeutisches Mittel“ Massage beseitigt schmerzhafte Triggerpunkte in der Muskulatur Herr Ferdinand Bühring beschrieb die häufigste unerkannte Schmerzquelle am menschlichen Körper und deren erfolgreiche Behandlung mit Massagetechniken. Vom Kiefergelenksschmerz über …

Auch in Hamburg fällt das Schulgeld

Große Erleichterung für die Auszubildenden in Hamburg: Das Schulgeld soll auch in Hamburg für angehende Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten abgeschafft werden. Stichtag ist der 1. April 2019. Der Senat folgte damit einem entsprechenden Antrag von SPD und Grünen und befreit alle Auszubilden in den genannten Berufsgruppen von monatlichen Kosten in der Höhe von 430 Euro. Das Schulgeld entfällt auch für Schüler, die sich schon in der Ausbildung befinden. Die Maßnahme gilt für zunächst zwei Jahre.

Konstruktive Gespräche im BMG zur Verbesserung der Heilmittelversorgung

Die Heilmittelverbände arbeiten mit Hochdruck an Verbesserungen der beruflichen Rahmenbedingungen. In diesem Sinne folgten sie einer Einladung des Bundesministeriums für Gesundheit zu Gesprächen über die geplanten Änderungsanträge der Bundesregierung im Termin – und Versorgungsgesetz. Das Gesetz enthält Änderungen, die die Heilmittelversorgung verbessern sollen. Das Treffen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Thomas Gebhart verlief in konstruktiver Arbeitsatmosphäre. Der VDB-Physiotherapieverband bleibt dran und setzt sich für eine angemessene Vergütung, Bürokratieabbau, Integration der Zertifikate in die Ausbildung und Schulgeldfreiheit ein.   Vielen Dank an Dr. Thomas Gebhart für das konstruktive Gespräch.   Foto: (v.li.n.re.) Marion Malzahn, dba; Volker Pfersisch, vdp; Christine Donner,BED; Frauke Kern, dbl; vorn: Uta Köppke, vdd; Ute Repschläger, IFK; Dr. Thomas Gebhardt; Volker Gerrlich, dbs; Andreas Pfeiffer, dve; Anett Biedermann, Podo; Thomas Etzmuß, VT; Marcus Troid, VDB-Physiotherapieverband; Diethild Remmert , Logo Deutschland, Manfred Herbst, vdls; Heinz Kellermann, VPT.

„Wir sind laut und verdammt noch mal viele“

Demonstration für Schulgeldfreiheit in Berlin mobilisiert 500 Teilnehmer. Staatssekretär Martin Matz (SPD) zeigt sich gesprächsbereit. Mit Schulden in den Job starten. Ein No-go! Nicht so in den Gesundheitsberufen. Für Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Diätassistenten und Podologen gehören Schulden zum Berufseintritt. Das soll sich nun ändern. Die Schüler der Gesundheitsberufe fordern laut und mit Nachdruck die Abschaffung des Schulgeldes. 500 Auszubildende marschierten in einem Demonstrationszug vom Alexanderplatz zur Senatsverwaltung für Gesundheit und Pflege. „Wir sind laut und verdammt noch mal viele“ rief eine Teilnehmerin auf der abschließenden Kundgebung, worauf 500 Stimmen „Schulgeld abschaffen“ skandierten. Auch eine Ausbildungsvergütung forderten die Demonstranten. Den Zug und die Kundgebung hatte die Aktionsgruppe „Gemeinsam für deine Gesundheit“ organisiert. Sie setzt sich aus Schülern der betroffenen Berufsfachschulen zusammen. Der Demonstrationszug endete an der Senatsverwaltung- ein gut gewählter Ort, um die Aufmerksamkeit der politisch Verantwortlichen zu erreichen. So stellte dann auch Martin Matz, Staatssekretär für Gesundheit im Berliner Senat, den Demonstranten in einer Ansprache in Aussicht, falls die Bund-Länderkommission das Schulgeld nicht abschaffe, solle Berlin dafür Sorge tragen. Es gehe nicht nur darum, dass …

Bessere Rahmenbedingungen in den Therapieberufen: Gesetzespaket veröffentlicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellte  in einer Pressekonferenz ein Gesetzespaket für bessere Rahmenbedingungen in den Therapieberufen vor. „Heilmittelversorgung stärken – Arbeitsbedingungen verbessern“, lautet dann auch die Überschrift der Pressemeldung und beinhaltete gesetzliche Neuregelungen, die als Änderungsanträge in ein laufendes Gesetzgebungsverfahren eingehen. Die Neuregelungen sollen zum 1. Mai 2019 in Kraft treten.  Konkret: Das Gesetzespaket ist analog zum im September veröffentlichten Eckpunktepapier aufgebaut. Allerdings- auf den ersten Blick fehlen einige Punkte. Auf den zweiten Blick wird klar: Die Aspekte des Eckpunktepapiers „Weniger Bürokratie-mehr Zeit für Behandlungen“, „Heilmittelerbringer durch digitale Angebote stärken“ und „Ausbildung“ fehlen in Gänze. Die geplanten Verbesserungen beziehen sich nun lediglich auf folgende fünf Aspekte: 1. Die Anbindung der Vergütungen von Heilmittelleistungen an die Grundlohnsumme wird aufgehoben. Die Vertragspartner haben in den Verhandlungen den wachsenden Bedarf an einer wohnortnahen Versorgung, die wirtschaftlichen Interessen der freiberuflich Tätigen und die angemessene Bezahlung der Angestellten mit einzubeziehen. Ebenso soll der Aufwand für die Vor- und Nachbereitung der Behandlungen, wie die Dokumentation, in die Preisverhandlungen einfließen. 2. Zum 1. April sollen die Preise der Heilmittelleistungen einmalig bundesweit vereinheitlicht werden. …

Gute Argumente gegen eine Therapeutenkammer

Die Therapieberufe sind in eine Schieflage geraten. Als Hilfsberufe definiert, von den gesetzlichen Krankenkassen unterbezahlt, in Folge eines Zertifikatssystems und der Eigenfinanzierung der Ausbildung ausgebeutet, suchen Heilmittelerbringer nach Wegen aus der Krise. Die Forderungen sind eindeutig: höhere Vergütung, Autonomie, Abbau der Bürokratie, Schulgeld abschaffen, Ausbildungsreform umsetzen! Und: Die gesellschaftliche Anerkennung therapeutischer Leistungen soll deutlich größer werden. Um diese Ziele zu erreichen, fordern einzelne Interessengruppen die Errichtung einer Therapeutenkammer. Der VDB-Physiotherapieverband lehnt eine Kammer entschieden ab. Denn: Die Missstände in den Therapieberufen sind mit der Einführung einer Kammer nicht zu beseitigen. Zu den wichtigsten Gründen für den Ausstieg aus dem Beruf zählen eine unzureichende Vergütung therapeutischer Leistungen, geringe gesellschaftliche Anerkennung und geringe Aufstiegsmöglichkeiten. Auf die Vergütungen therapeutischer Leistungen haben Kammern jedoch keinen Einfluss. Nach SGB V sind die Vertragspartner der gesetzlichen Krankenkassen die Verbände, deren Vereinbarungsbefugnisse nach Inhalt und Umfang durch Bundesgesetzgebung und die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) begrenzt werden. Gesellschaftliche Anerkennung erfährt ein Therapeut, wenn seine Leistung angemessen finanziell entlohnt wird. Ein Direktzugang, ohne monetäre Aufwertung der therapeutischen Berufe, bedeutet in erster Linie ein …