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Zukunftstag Massage der Interessengemeinschaft Bayerischer Massageschulen

Am Mittwoch fand am Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Nürnberg (bbs) die bisher größte Fortbildungsveranstaltung für bayerische Massageschüler zum Thema Klassische Massagetherapie statt.

Das Motto des Tages war: „Quo vadis ?  – MASSAGE HAT ZUKUNFT“

Den rund 300 Teilnehmern aus sieben Massageschulen wurde ein spannendes Programm zum Thema Massage geboten.

Nachdem Markus Pschick, Geschäftsführer der privaten Massageschule Inntal e. V. in Rosenheim, Patrick Temmesfeld und Otto Tichy alle Schüler und Lehrer begrüßt hatten, informierte Marcus Troidl, der Bundesvorsitzende des VDB über Schulgeldfreiheit, Ausbildungsvergütung und die große Bedeutung von therapeutischer Massage im Alltag der physikalischen Therapie. Er verwies darauf, dass es über 4000 Massagepraxen gibt, und der VDB ein neues Ausbildungskonzept für Masseure /med. Bademeister und Physiotherapeuten entwickelt und den zuständigen Politikern in Berlin übergeben hat. Eine Berufsreform wird seiner Meinung nach erst in 2-3 Jahren umgesetzt. Er stellt fest “Massage ist und bleibt ein wesentliches Therapeutisches Mittel“

Massage beseitigt schmerzhafte Triggerpunkte in der Muskulatur

Herr Ferdinand Bühring beschrieb die häufigste unerkannte Schmerzquelle am menschlichen Körper und deren erfolgreiche Behandlung mit Massagetechniken. Vom Kiefergelenksschmerz über Kopf- und Schulterschmerz bis zu ausstrahlenden Arm- und Beinbeschwerden – all das kann von Trigger-Punkten in der Muskulatur in Form vom ausstrahlenden Schmerzen verursacht werden.

Immer müssen aber auch das Bewegungsverhalten und falsche Belastungsmuster korrigiert werden.

Massage ist im Spitzensport unverzichtbar – z.B. bei den Weltmeisterschaften in Badminton

Norbert Sammer (Masseur und med. Bademeister im Deutschen Olympischen Sportbund) sagt:

„90 % aller therapeutischen Handlungen im Spitzensport sind Massagen“.

In den Badminton Nationen wie China und Indien ist die Massage in allen Wettkampfphasen bzw. zur Vorbereitung, Regeneration und Verletzungsprophylaxe sehr wichtig. Viele Spitzenathleten haben einen eigenen Massagetherapeuten. Er beschreibt den Masseur im Sport als Stressregulator, Psychologen, Stimmungsbeauftragten und wichtigen Ansprechpartner – auch für den Trainer.

Massage wirkt positiv auf Faszien – die emotionale Faszie

Der Schulleiter der Massageschule in Bad Windsheim Oliver Zauritz beschrieb auf beindruckende Weise die Bedeutung der Faszie für Haltung, Bewegung und Psyche des Menschen.

Faszien können sich zusammenziehen und reagieren auf emotionale Zustände des Menschen. Sie sind stark beteiligt an der Körperwahrnehmung und Körpersprache. Bei negativem Stress, Schmerz, Trauma und Bewegungsmangel werden sie steifer und dicker. Über Verbindungen mit dem Hirnstamm sind Sie am emotionalen Gedächtnis beteiligt.

Sie reagieren positiv auf eine langsame tiefe Berührung.

Eine Faszien-Behandlung ist schon immer Teil einer Massagetherapie.

Tiefenoszilation – Herr Rolf Prischtscheptschuk

Herr Prischtscheptschuk stellt ein Verfahren der Firma Physiomed vor. Hierbei werden tiefenwirksame Vibrationen in verschiedenen Frequenzen nach Verletzungen in der Sportmedizin, bei lymphatischen Schwellungen und chronischen Schmerzzuständen oder Entzündungen eingesetzt.

Die Schüler konnten sich im Selbstversuch von der spürbaren Wirkung überzeugen.

Nach dem letzten Fachvortrag am späten Nachmittag verabschiedete Markus Pschick die Teilnehmer mit den besten Wünschen nach Hause, und bedankte sich bei den Organisatoren, insbesondere bei Herrn Otto Tichy am bbs Nürnberg für die vorbildliche Organisation und Planung dieser Veranstaltung.

Die Schüler wünschen sich ein spezielles Wiedersehen mit neuen Themen.