Monate: Dezember 2018

„Wir sind laut und verdammt noch mal viele“

Demonstration für Schulgeldfreiheit in Berlin mobilisiert 500 Teilnehmer. Staatssekretär Martin Matz (SPD) zeigt sich gesprächsbereit. Mit Schulden in den Job starten. Ein No-go! Nicht so in den Gesundheitsberufen. Für Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Diätassistenten und Podologen gehören Schulden zum Berufseintritt. Das soll sich nun ändern. Die Schüler der Gesundheitsberufe fordern laut und mit Nachdruck die Abschaffung des Schulgeldes. 500 Auszubildende marschierten in einem Demonstrationszug vom Alexanderplatz zur Senatsverwaltung für Gesundheit und Pflege. „Wir sind laut und verdammt noch mal viele“ rief eine Teilnehmerin auf der abschließenden Kundgebung, worauf 500 Stimmen „Schulgeld abschaffen“ skandierten. Auch eine Ausbildungsvergütung forderten die Demonstranten. Den Zug und die Kundgebung hatte die Aktionsgruppe „Gemeinsam für deine Gesundheit“ organisiert. Sie setzt sich aus Schülern der betroffenen Berufsfachschulen zusammen. Der Demonstrationszug endete an der Senatsverwaltung- ein gut gewählter Ort, um die Aufmerksamkeit der politisch Verantwortlichen zu erreichen. So stellte dann auch Martin Matz, Staatssekretär für Gesundheit im Berliner Senat, den Demonstranten in einer Ansprache in Aussicht, falls die Bund-Länderkommission das Schulgeld nicht abschaffe, solle Berlin dafür Sorge tragen. Es gehe nicht nur darum, dass …

Bessere Rahmenbedingungen in den Therapieberufen: Gesetzespaket veröffentlicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellte  in einer Pressekonferenz ein Gesetzespaket für bessere Rahmenbedingungen in den Therapieberufen vor. „Heilmittelversorgung stärken – Arbeitsbedingungen verbessern“, lautet dann auch die Überschrift der Pressemeldung und beinhaltete gesetzliche Neuregelungen, die als Änderungsanträge in ein laufendes Gesetzgebungsverfahren eingehen. Die Neuregelungen sollen zum 1. April 2019 in Kraft treten.  Konkret: Das Gesetzespaket ist analog zum im September veröffentlichten Eckpunktepapier aufgebaut. Allerdings- auf den ersten Blick fehlen einige Punkte. Auf den zweiten Blick wird klar: Die Aspekte des Eckpunktepapiers „Weniger Bürokratie-mehr Zeit für Behandlungen“, „Heilmittelerbringer durch digitale Angebote stärken“ und „Ausbildung“ fehlen in Gänze. Die geplanten Verbesserungen beziehen sich nun lediglich auf folgende fünf Aspekte: 1. Die Anbindung der Vergütungen von Heilmittelleistungen an die Grundlohnsumme wird aufgehoben. Die Vertragspartner haben in den Verhandlungen den wachsenden Bedarf an einer wohnortnahen Versorgung, die wirtschaftlichen Interessen der freiberuflich Tätigen und die angemessene Bezahlung der Angestellten mit einzubeziehen. Ebenso soll der Aufwand für die Vor- und Nachbereitung der Behandlungen, wie die Dokumentation, in die Preisverhandlungen einfließen. 2. Zum 1. April sollen die Preise der Heilmittelleistungen einmalig bundesweit vereinheitlicht werden. …